vom 20.11.21

Wir lieben unsere Hunde und wir lieben Schokolade, die meisten Hunde lieben auch Schokolade, aber sie sollten sie nicht fressen. Kakaobohnen enthalten das Alkaloid Theobromin, welches beim Hund und auch bei der Katze nicht so rasch verstoffwechselt werden kann, wie bei uns Menschen. Zu viel Theobromin im Hundekörper kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Die Symptome der Vergiftung hängen zum einen von Größe und Gewicht ihres Hundes und zum anderen von der Menge und dem Kakaoanteil der gefressenen Schokolade ab. Zartbitter- und Blockschokolade enthalten besonders viel Theobromin und sind deshalb auch besonders gefährlich. Die Symptome reichen von leichtem Durchfall und Erbrechen bis hin zu Störungen des zentralen Nervensystems. Bei der Aufnahme größerer Mengen ist auch ein Herz - Kreislauf - Versagen möglich.

Daher sollte Schokolade stets außerhalb der Reichweite ihres Tiere aufbewahrt und nicht als gut gemeintes Leckerchen verfüttert werden!

Sollte es doch einmal zur Aufnahme von Schokolade gekommen sein, kontaktieren Sie bitte - noch bevor die ersten Symptome eintreten - einen Tierarzt. In den meisten Fällen wird ein Medikament verabreicht, welches Ihr Tier erbrechen lässt, um eine Absorption des Giftes über den Verdauungstrakt zu verhindern und somit eine Vergiftung Ihres Tieres abzuwenden.

 

vom 21.10.21

Ein Lipom ist ein gutartiger, langsam wachsender Tumor des Fettgewebes der Unterhaut. Diese Neoplasie tritt überwiegend bei älteren Hunden ab dem achten Lebensjahr auf. Adipöse Hunde erkranken häufiger als normalgewichtige Artgenossen und bei Hündinnen sind Lipome öfter zu finden, als bei Rüden.

Ein Lipom tritt bevorzugt am Bauch, an der Brust und an den Gliedmaßen auf. Es stellt sich als eine gut abgrenzbare, verschiebliche und weiche Umfangsvermehrung dar. Das Abtasten ist für den Hund nicht schmerzhaft.

Da Lipome unterschiedlich schnell wachsen können, sollten sie regelmäßig kontrolliert werden. Wenn Lipome zu groß werden, schränken sie den Hund womöglich in seiner Beweglichkeit ein. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Lipome in umliegendes Gewebe oder muskuläre Strukturen eindringen. Dann werden sie infiltrative Lipome genannt. Diese sind auch weich, lassen sich allerdings nicht so gut verschieben und sind gegebenenfalls für den Hund schmerzhaft. In diesem Fall gilt es über eine chirurgische Entfernung durch Ihren Tierarzt nachzudenken.

 

 

vom 19.09.21 

Die Magendrehung ist ein sehr ernst zu nehmender, tiermedizinischer Notfall. Nur wenige Stunden entscheiden über Leben und Tod Ihres Hundes. Selbst, wenn Sie nur die Vermutung haben, sollten Sie Ihren Hund sofort einem Tierarzt vorstellen.

Hauptsächlich sind Hunde mittelgroßer und großer Rassen mit tiefem Brustkorb betroffen. Ebenso werden erhöhtes Alter und ausgiebiges Toben und Wälzen nach einer üppigen Mahlzeit als erhöhtes Risiko diskutiert.

Der Magen des Hundes befindet sich relativ frei beweglich zwischen der Speiseröhre und dem Zwölffingerdarm an Bändern aufgehängt. Wenn er sich um seine eigene Achse dreht, werden wichtige Blutgefäße, sowie der Mageneingang und der Magenausgang abgeschnürt. Verdauungsgase, Flüssigkeiten und Futterbrei können nicht mehr abtransportiert werden. Ebenso kann das Blut aus der Hinterhand nicht mehr zum Herzen zurückfließen. Nicht nur der Magen, sondern auch die Bauchspeicheldrüse und die Milz können dadurch langsam absterben.

Die Symptome beginnen zunächst unspezifisch. Der Hund wird unruhig, beginnt hin und her zu laufen. Starker Speichelfluss und der vergebliche Versuch, sich zu erbrechen oder Kot abzusetzen, sind meist ebenfalls zu beobachten. Im weiteren Verlauf wird sich der Bauch immer mehr aufblähen, dies verursacht hochgradige Schmerzen und der Allgemeinzustand des Hundes wird sich drastisch verschlechtern. Wird jetzt nicht rasch gehandelt, kommt es zu einem Kreislaufschock unter anderem mit Herzrythmusstörungen, den der Hund zumeist nicht überlebt.

Hier noch einmal vereinfacht dargestellt:

Magendrehung beim Hund

Die Wiederherstellung der Kreislaufsituation mittels intravenöser Infusionen und eine ausreichende Schmerzbehandlung hat oberste Priorität. Eventuell werden präoperativ mittels eine kleinen Nadel, Verdauungsgase aus dem Magen entlassen. Anschließend wird während der Operation der Magen zurückgedreht, mit einer Sonde von Mageninhalt entleert und anschließend an der Bauchwand festgenäht.

 

 

vom 19.08.21

Die chronische Niereninsuffizienz der Katze ist leider eine häufige Erkrankung. Rund 30% der älteren Katzen sind betroffen.

Funktionsweise einer gesunden Niere:

  • Filterung von Abbauprodukten, in erster Linie Harnstoff und Kreatinin
  • Regulierung der Elektrolyte ( Kalium, Calcium, Phosphor und Natrium )
  • Produktion von Renin, einem Enzym, das den Blutdruck steuert
  • Regulation und Kontrolle der Harnzusammensetzung
  • Produktion von Erythropoietin, das die Stammzellen im Knockenmark stimuliert, damit Erythrozyten gebildet werden

Zentrales Element der Nieren sind die mikroskopisch kleinen Nierenkörperchen und das angeschlossene Kanalsystem ( Tubuli ). Eine Schädigung dieser Tubuli ist irreversibel und führt zur Insuffizienz der Niere. Da dieser Vorgang meist schleichend geschieht, sollten die Katzen von ihren Besitzern gut beobachtet und gegebenenfalls für entsprechende Untersuchungen vorgestellt werden. Symptome wie allgemeine Abgeschlagenheit, Fressunlust, Erbrechen, Gewichtsabnahme, häufiges Urinieren und vermehrtes Trinken sollten abgeklärt werden. Die Niere ist eine Zeit lang in der Lage, die gestörte Funktion zu kompensieren. Erst wenn ca 75% der Tubuli zerstört sind, zeigen sich deutlich erhöhte Harnstoff- und Kreatininwerte im Blut. SDMA ist ein neuer Wert in der Nierenfrüherkennungsdiagnostik. Er erhöht sich bereits, wenn ca 25% beschädigt sind und sollte deshalb immer mit untersucht werden.

Eine CNI ist nicht heilbar, eine Behandlung zielt deshalb darauf ab, die Krankheit zu kontrollieren, ein Fortschreiten zu verzögern und Ihrer Katze zu einer lebenswerten Zeit zu verhelfen.

Es sollte damit begonnen werden, eine Nierendiät zu füttern. Diese enthält in der Regel weniger Phosphor und Proteine und entlastet so die Nieren bei der Filterung von Abbauprodukten. Um ein Austrocknen der Katze zu verhindern, sollte stets eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet und wenn nötig, durch Infusionen unterstützt werden. Unabhängig von tierärztlichen Untersuchungen, wie zum Beispiel dem Ultraschall, gibt es in der Naturheilkunde zahlreiche Möglichkeiten, mit denen Ihre Katze bezüglich der chronischen Niereninsuffizienz unterstützt werden kann. Dasselbe gilt auch für Ihren Hund.

 

 

vom 23.07.21

Eine Methode mit Sinn

Regelmäßiges Entwurmen ist wichtig. Stimmt das? Leider nein. Regelmäßiges Entwurmen hat sogar Nachteile, wie z.B. hohe, unnötige Belastung der Pferde mit Arzneien und Resistenzen bei den Würmern, gegen die es wirken soll. Die Böden werden durch den hohen Chemikalieneintrag ebenfalls belastet.

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https://www.f-n-thp.de/images/PDF/Flyer/Entwurmung.pdf